„Sommerkonzert“ der NWD-Philharmonie in Bad Salzuflen

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Wo „kein Auge trocken blieb“…

Chefdirigent Yves Abel am Pult, Chen Guang (Klavier) als Solist

Bad Salzuflen. Die eine Abonnementsreihe der Sinfoniekonzerte ist zwar beendet und die andere noch nicht eröffnet, doch auch in der Zwischenzeit ist die Nordwestdeutsche Philharmonie präsent. Und so kommen unter anderem die Musikfreude in Bad Salzuflen in den Genuss eines „Sommerkonzertes“, das am Samstag, 4. Juni, um 19.30 Uhr in der Konzerthalle im Kurpark stattfindet und unter dem Motto „Musik ist Kultur“ oder „Menschen für Musik“ begeistern soll. Das dafür zusammengestellte Programm dürfte die Vorfreude in die Höhe schnellen lassen: Nach dem ersten Klavierkonzert in C-Dur opus 15 von Ludwig van Beethoven wird die Sinfonie in d-moll von César Franck gespielt. Die Leitung dieses außergewöhnlichen Konzertes hat Chefdirigent Yves Abel, für die solistischen Aufgaben konnte der junge und vielfach ausgezeichnete Pianist Chen Guang gewonnen werden. Karten im Vorverkauf zu 19 bis 32 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung an der Parkstraße 20, Telefon 05222/952-909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.

Ludwig van Beethoven war bekanntlich ein ausgezeichneter Pianist, so dass bei seinem Klavierspiel im Publikum „kein Auge trocken blieb, während manche in lautes Weinen ausbrachen, denn es war etwas Wunderbares in seinem Ausdrucke“, wie es einmal geschrieben wurde. Also komponierte er seine fünf Klavierkonzerte hauptsächlich für den eigenen Gebrauch, wobei er sein erstes „noch nicht unter den besten meiner Art“ sah. Gleichwohl stellte es schon einen erheblichen kompositorischen Fortschritt dar. Beethoven ver-blüfte dabei mit ungewohnten harmonischen und klaviertechnischen Wendungen.

Und César Francks d-moll-Sinfonie gilt als eines der zukunftsweisendsten Werke des 19. Jahrhunderts. Dabei galt Frankreich eigentlich als das Land der Oper, so dass Francks Meisterwerk als eines der wenigen sinfonischen Produkte überhaupt überliefert ist. Dieser sinfonische Solitär verschmilzt unterschiedliche Einflüsse und kommt so gar nicht französisch daher. Das erklärt die Zurückhaltung des Uraufführungspublikums, während die Sinfonie in Deutschland geliebt wurde.

Chefdirigent Yves Abel ist einer der interessantesten und mitreißendsten Dirigenten seiner Generation und feiert Erfolge im Konzertrepertoire wie auch im Operngenre. Er ist häufiger Gast der großen Opern- und Konzerthäuser auf der ganzen Welt. Als Frankokanadier hat er eine besondere Affinität zum französischen Repertoire. So ist er Gründer und musikalischer Direktor der „Opéra Francais de New York“, mit der er selten aufgeführte französische Opern wiederbelebt. Für seine Verdienste wurde er 2009 von der französischen Regierung zum „Chevalier de l’Ordre et des Arts et des Lettres“ ernannt. Yves Abel war von 2005 bis 2011 Erster Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin und übernahm 2015 die Position als Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie.

Chen Guang, in der chinesischen Provinz Hubei geboren, erhielt als Vierjähriger seinen ersten Klavierunterricht von seinem Vater. Später wurde er am Konservatorium in Beijing unterrichtet und legte an der Juilliard School in New York des Pre-College-Diplom ab. Anschließend studierte er an der Imola-Klavierakademie und graduierte dort als bisher jüngster Student. Mit großem Erfolg nahm er an internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach ausgezeichnet. Inzwischen ist er in vielen bedeutenden Konzertsälen in China, Nordamerika und Europa aufgetreten und erhielt Einladungen zu Solokonzerten mit Orchestern in Polen, Italien und in der Bundesrepublik.

Bild- und Textquelle: Stadt Bad Salzuflen

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