Konzert für zwei Schlagzeuger von Avner Dorman

nwd-schlagzeuger

„Spices, Perfumes, Toxins!“

Aron Leijendeckers und Daniel Townsend, Leitung Markus Huber

Bad Salzuflen. Wieder einmal eine Rarität im Programm hat die Nordwestdeutsche Philharmonie bei ihrem dritten Sinfoniekonzert in der städtischen Abonnements-Reihe: „Spices, Per-fumes, Toxins!“ von Avner Dorman, das Konzert für zwei Schlagzeuger. Damit rücken dann auch die beiden Schlagzeuger des Orchesters in den Mittelpunkt des Konzertabends am Samstag, 3. Dezember, um 19.30 Uhr in der Konzerthalle im Kurpark von Bad Salzuflen: Aron Leijendeckers und Daniel Townsend. Die Leitung hat als Gast Markus Huber, der zum Jahreswechsel auch das Neujahrskonzert mit der „Nordwestdeutschen“ dirigieren wird. Eingerahmt wird das Schlagzeuger-Konzert von der Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ von Gioacchino Rossini und der „Italienischen“, der Sinfonie Nummer vier in A-Dur (opus 90) von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Karten im Vorverkauf zu 16 bis 31 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952-909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.

Avner Dorman (Jahrgang 1975) ist ein mehrfach ausgezeichneter israelischer Komponist, der bereits im Alter von 25 Jahren den israelischen „Prime Minister’s Award“ für Komposition erhielt. „Spices, Perfumes, Toxins!“ entstand während seiner Studienzeit in Tel Aviv als Ausdruck der jungen israelischen Kultur. Dorman spricht die Sinne, die mit Gewürzen und Gerüchen, aber auch mit Gift gereizt und im schlimmsten Fall ausgelöscht werden können, mit betäubenden Klängen und Rhythmen an. Es geht in diesem teilweise dröhnend kraftvollen Konzert aber keineswegs nur um Lautstärke, vielmehr besticht es in einem leicht orientalischen Einschlag durch einen hohen dynamischen Kontrastreichtum.

„Wilhelm Tell“ ist Rossinis letzte und zu-gleich seine einzige vollständig neukomponierte Grand opéra. Die Ouvertüre ist vierteilig und kündigt bereits „die Handlung der Oper durch deskriptive musikalische Mittel“ an, wie es hieß: Die „feierliche Stille der Natur“ mündet in „eine naturalistische Sturmmusik“, „eine ländliche Hirtenszene mit einem Solo des Englischhorns“ endet mit einer Trompetenfanfare, die in den abschließenden Galopp übergeht. Und die „Italienische“ von Felix Mendelssohn Bartholdy ist eine romantische Sinfonie in vier Sätzen, die heute zu den meistaufgeführten Orchesterwerken des Komponisten gehört. Mendelssohn hatte sie 1831 noch als das „lustigste Stück, das ich je gemacht habe“ angekündigt, hielt dann aber diesen leichten, südländischen Charakter nur in den Ecksätzen durch, während die Mittelsätze demgegenüber einen deutlich melancholischeren, „nordischeren“ Charakter, aufweisen.

Dirigent Markus Huber (Jahrgang 1968) arbeitete schon in früher Jugend als Solist des Tölzer Knabenchores mit Musikerpersönlichkeiten wie Herbert von Karajan oder James Levine zusammen. Sein Musikstudium absolvierte er an den Hochschulen in München und Wien. Seine Dirigentenkarriere begann er 1996 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Detmold. Weitere Stationen waren das Opernhaus Chemnitz und das Leipziger Symphonieorchester, ehe er 2008 Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim wurde. Markus Huber stand am Pult renommierter Orchester in Deutschland und den USA, in Kuala Lumpur, Tokio oder Singapur.

Bild- und Textquelle: Stadt Bad Salzuflen

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