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  Mittwoch, 25.07.2012 13:52
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China: Beim TBV-Hauptsponsor itelligence
Volker Zerbe steht chinesischen Journalisten Rede und Antwort
Lemgo Volker Zerbe zu Besuch beim neuen TBV-Hauptsponsor itelligence AG. Nun, auf den ersten Blick scheint diese Nachricht jetzt nichts Außergewöhnliches zu sein. Ist sie aber dennoch, denn der Geschäftsführer des TBV war nicht etwa am Stammsitz des weltweit agierenden IT-Komplettdienstleisters in Bielefeld zu Gast, sondern in dessen Büro in Shanghai. Millionenstadt. Wolkenkratzer. 48. Stockwerk – und das ohne chinesische Begleitung!
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Allein mit TBV-Fotograf Paul Cohen trat der 44-Jährige die Zugreise vom etwa 270 Kilometern entfernten Danyang aus an. Im Hochgeschwindigkeitszug mit Tempo 307. „Ein mulmiges Gefühl hatte ich zu keiner Zeit“, sagt Volker Zerbe mit Blick auf den Abenteuerausflug durch das fremde Land, in dem Englisch nicht unbedingt Standard ist.
„Wir sind zum Bahnhof gebracht worden und haben dort mit Unterstützung einer Dolmetscherin Hin- und Rückfahrtticket erstanden. Am Bahnhof in Shanghai wurden wir mit dem Taxi abgeholt, die Adresse war klar – also alles bestens.“ Leicht ins Schwitzen gerieten die beiden indes auf dem Rückweg, als sie vom Taxifahrer zum falschen Bahnhof gebracht wurden. „Natürlich kennt man sich in einer Stadt wie Shanghai nicht aus, aber selbst wir haben sofort erkannt, dass das nicht die Station war, an der wir auch ausgestiegen waren“, erzählt er und schüttelt lachend den Kopf. „Also gleich wieder rein ins Taxi, zum richtigen Bahnhof und – Fahrkarten umtauschen!“
Das gestaltete sich zunächst nicht ganz so einfach, denn die Schlange, in der sich die Lemgoer eingereiht hatten, war lang und zudem die falsche. Am Schalter angekommen, wurden sie an den Kollegen mit Englisch-Kenntnissen verwiesen. Also wieder hinten anstellen. Warten. Erneut die Bitte vortragen – und dann klappte es auch mit der
Rückfahrt. Verspätet zwar, aber dank chinesischer Disziplin immer noch rechtzeitig zum Auftaktspiel des „Kanne & P+M“-Cups im Olympic Center von Danyang.
Zwischen Hin- und Rückreise lag derweil ein perfekt organisierter Besuch bei itelligence. Neben Rebecca Cai, Marketing Specialist, war auch Dr. Clemens Weis, Vice-President und Managing Director, vor Ort. „Dr. Weis ist gebürtig aus Kraisgau, nahe Mannheim, hat eine hohe Affinität zum Handball und war über unseren Besuch entsprechend erfreut und unterstützt die neue Verbindung“, berichtet Volker Zerbe. „Zudem waren drei Vertreter der
örtlichen Presse anwesend, die sich über die Hintergründe der Kooperation zwischen dem TBV Lemgo und dem chinesischen Handball-Verband informierten.“
Einer der Journalisten hatte sogar etwas Deutsch-Kenntnisse und sich zudem mit allen möglichen Themen rund um den Handball befasst, so dass er bestens vorbereitet in den Termin ging. „Abschließend fragte er mich sogar, ob Stefan Kretzschmar noch mit Franziska van Almsick zusammen sei“, schmunzelt Zerbe. Zum Dank für die Gastfreundlichkeit bedankte er sich mit Ess-Stäbchen im TBV-Design, einem signierten Mannschaftsfoto, das die Spieler bereits im neuen Trikot mit itelligence-Werbung auf der Brust zeigt, und einem Spielertrikot, das bereits einen Ehrenplatz im Büro erhalten hat. Schließlich war es etwas Besonderes, dass Volker Zerbe bei itelligence zu Gast war. In Shanghai.
Sightseeing im Dauerlauf
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Sightseeing im Dauerlauf stand am Mittwochmorgen für unsere Handball-Profis auf dem Programm: Bereits um 6.45 Uhr bat Chef-Trainer Dirk Beuchler zur Ausdauer-Laufeinheit durch die Straßen von Danyang. Der Saunagang war da gleich inbegriffen: Trotz früher Stunde zeigte das Thermometer schon um die 30 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit ist, natürlich, weiterhin treue Begleiterin bei jedem Ausflug. Nach dem Frühstück zog der TBV-Tross dann im Konvoi mit den chinesischen Nationalspielern 120 Kilometer weiter nach Zhangjiagang, wo es am Abend zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Teams kommt.
Zur Begrüßung im Guomao-Hotel von Zhangjiagang wartete auf die Reisegruppe am Mittag erneut ein üppiges Büfett mit allerlei asiatischen Spezialitäten und, ja, da zeigt sich dann wieder mal, wer zur Fraktion der Ostwestfalen gehört oder eher der Kosmopolit ist: Unser lieber Fotograf Paul beispielsweise geht beim Essen lieber auf Nummer sicher.
„Flipping Fische“ am Stück hat er lieber vor der Linse als auf dem Teller. Dasselbe gilt für Co-Trainer „Eddy“ Franke, der sich in dieser Woche auch eher auf Frühstück mit Baguette und Kaffee sowie ein europäisch geprägtes Abendessen beschränkt. Und essen mit Stäbchen...? Das soll auch alles so was sein… Messer und Gabel funktionieren doch wunderbar!
Zugegeben, an den gebratenen Hahnenkopf am tranchierten Restgeflügel traute sich tatsächlich niemand heran und glücklicherweise wird man hier auch nicht zur Dschungelprüfung herausgefordert! Aber Fisch aus den örtlichen Gewässern, süßes Brot mit Morcheln, Algensalat, Gemüsesuppe, süß-sauer eingelegte Shrimps, Obst, überbackene Zwiebeln und frittierte wie panierte Fische können durchaus köstlich schmecken.
Traumhafte Verhältnisse herrschen indes für alle Raucher unter den Mitreisenden: So stand auf der mittäglichen Speisetafel doch tatsächlich ein Glas mit Zigaretten! Mehr noch: Die durften sogar während des Essens angezündet und geraucht werden! War das in Deutschland auch mal so? Kann man sich nach den wenigen Jahren nach Einführung des Rauchverbotes schon gar nicht mehr vorstellen.
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