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  Dienstag, 15.12.2009 17:41
Staatssekretär übergibt Abrollgehälter zur Dekontamination an den Kreis
Bevölkerungsschutz in Lippe wird ausgebaut

Lemgo/Lippe. Das Land NRW baut im Rahmen seines Aktionsprogramms Katastrophenschutz den ABC-Schutz im ganzen Land weiter aus. In diesem Zuge überreichte Staatssekretär Karl Peter Brendel am heutigen Nachmittag im Feuerwehrausbildungszentrum (FAZ) in Lemgo den in OWL ersten Abrollbehälter zur Versorgung und Dekontamination (AB-V-Dekon) von Verletzten an den Kreis Lippe.


So könnte ein Einsatz im Ernstfall aussehen
So könnte ein Einsatz im Ernstfall aussehen
Landrat Friedel Heuwinkel nahm im Beisein der lippischen Bürgermeister die Übergabe auch zum Anlass, zwei neue Einsatzleitwagen in Dienst zu stellen.

Die Verunreinigung einer Vielzahl von Menschen mit gefährlichen Stoffen, wie es zum Beispiel bei einem Chemieunfall der Fall sein könnte, stellt die Einheiten des Katastrophenschutzes vor große Herausforderungen, Die Betroffenen müssen so schnell wie möglich dekontaminiert werden, bevor mit der eigentlichen medizinischen Versorgung begonnen werden kann. „Die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr nimmt im Kreis Lippe einen hohen Stellenwert ein“, betonte der Landrat. „Mit dem AB-V-Dekon hat uns das Land nun ein weiteres wichtiges Instrument an die Hand gegeben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein“, dankte Heuwinkel dem Staatssekretär aus dem NRW-Innenministerium.

„Es ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung, die Sicherheit für die Bevölkerung ständig zu verbessern. Mit den Abrollbehältern stärken wir den Katastrophenschutz und die überörtliche Hilfeleistung. Ein gut funktionierender Katastropenschutz ist existentiell für die Menschen“, so Brendel.

Der Abrollbehälter wird auf einer Grundfläche von rund 100 Quadratmetern aufgebaut und von 60 Einsatzkräften bedient. Er ist neben Material für die Dekontamination und Wundversorgung mit einem eigenen Stromerzeuger, Warmluftheizung und zwei Schnellaufbauzelten ausgestattet. Dazu kommen Atemschutzmasken und Einsatzkleidung für versorgte Personen und Schutzausrüstungen für die Einsatzkräfte. Pro Stunde können 50 Verletze von den gefährlichen Stoffen gereinigt werden, Der Abrollbehälter ist künftig ebenso wie die neuen Einsatzleitwagen am FAZ stationiert.


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