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  Mittwoch, 28.07.2010 14:48
Psychologische Hilfe wird angeboten
Landrat bedankt sich bei Loveparade-Helfern

Lippe. Auch Menschen aus dem Kreis Lippe haben die tragischen Ereignisse der Loveparade am Samstag in Duisburg miterlebt. Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe waren am Samstag auf dem Duisburger Güterbahnhofsgelände zum Sanitätsdienst eingeteilt und haben sich vor Ort um die zahlreichen Verletzten und traumatisierten Loveparade-Besucher gekümmert.

Fahnen auf Halbmast: Landrat Friedel Heuwinkel dankt vor dem Kreishaus allen beteiligten Hilfsorganisationen, die bei der Loveparade im Einsatz waren.
Fahnen auf Halbmast: Landrat Friedel Heuwinkel dankt vor dem Kreishaus allen beteiligten Hilfsorganisationen, die bei der Loveparade im Einsatz waren.
In Lippe haben die Leitstelle und der Kreisbrandmeister die Koordination übernommen und die Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes sowie mehrere Notfallseelsorger aktiviert, die sich auf verschiedenen Bereitstellungsplätzen gesammelt haben. Landrat Friedel Heuwinkel bedankte sich jetzt für deren großes Engagement: „Mein Dank gilt allen Helfern, die in dieser schweren Stunde den Menschen auf der Loveparade beigestanden haben. Wir sind bestürzt über die schrecklichen Ereignisse in Duisburg. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer“.

Der Einsatz der lippischen Hilfsorganisationen beschränkt sich jedoch nicht nur auf das vergangene Wochenende. Bereits am Montag haben sich Vertreter des Kreisjugendamtes, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Familien- und Jugendberatungsstelle des Kreises und Notfallseelsorger der evangelischen Kirche getroffen, um Mitarbeitern in Jugendeinrichtungen Kriseninformationen zukommen zu lassen. Darüber hinaus sind im Kreis Lippe Anlaufstellen für Helfer und Besucher der Loveparade eingerichtet worden. „Unser aller Ziel ist es, bei der Verarbeitung der Erlebnisse zu helfen und langfristige psychische Folgen zu vermeiden“, betont der Landrat. Gerade bei einem plötzlich auftretenden Trauma ist Verdrängung oft ein Mittel, um kurzfristige seelische Belastung abzubauen. Doch je früher in solchen Situationen professionelle psychologische Hilfe in Anspruch genommen wird, desto geringer sind die Spätfolgen. Hilfesuchende können sich daher ab morgen an die zentrale Rufnummer für die psychologische Versorgung im Kreis Lippe unter der Telefonnummer (0 52 61) 97 72 0 wenden.

Zu Randzeiten und am Wochenende können Betroffene die zentrale Nummer der Betreuungsstelle in Essen wählen: (02 01) 82 98 09 1.

Auch die Bürger im Kreis Lippe können ihre Anteilnahme an dem Unglück zum Ausdruck bringen. Im Bürgerservice des Detmolder Kreishauses liegen ab sofort Kondolenzlisten aus, in die sich jeder eintragen kann.







 
 






















 
 
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