Alle öffentlichen und kommerziellen Veranstaltungen in Lemgo abgesagt

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann mit seinen Vertretern im Amt Dirk Tolkemitt, I. Beigeordneter und Stadtkämmerer, sowie Geschäftsbereichsleiter Markus Baier. (Foto: Alte Hansestadt Lemgo)

Lemgo. Aufgrund der Festlegung der Landesregierung zu den öffentlichen Veranstaltungen und den gestrigen Empfehlungen der Bundesregierung zur Reduktion aller Sozialkontakte auf ein absolut notwendiges Maß, hat sich die Alte Hansestadt Lemgo entschlossen, kommerzielle und öffentliche Veranstaltungen unabhängig von der Teilnehmerzahl bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 zu untersagen, dazu gehören auch kirchliche und religiöse Veranstaltungen wie Gottesdienste. Hierzu ist eine Allgemeinverfügung erfolgt, die auf der Homepage der Stadt zu finden ist, die ab Samstag gilt und im Kreisblatt bekannt gemacht wird. Wer eine private Veranstaltung plant, wird gebeten, bis zum Ende der Osterferien ebenfalls darauf zu verzichten.

Alle Sportvereine werden dringend gebeten, sämtliche Sportveranstaltungen und den Trainingsbetrieb einzustellen. Auch Sportstudios werden gebeten, ihren Betrieb einzustellen.

Alle Vereine und Gruppierungen, die Osterfeuer planen, werden gebeten, diese Planungen zu beenden, da die entsprechenden notwendigen Genehmigungen nicht ausgesprochen werden.

Kinos haben ihren Betrieb bis auf weiteres einzustellen. Die Theatergruppe „Stattgespräch“ gibt die Premiere des Stückes „Die letzte Zigarre“ am Samstag nichtöffentlich, der weitere Spielbetrieb ist bis zum Ende der Osterferien abgesagt. Das Freizeitbad Eau-Le ist ebenfalls ab Samstag geschlossen.

Die Stadtverwaltung schließt ab sofort ihre Bücherei, das Stadtarchiv, Galerie Haus Eichenmüller, Volkshochschule, Musikschule Lemgo und sämtliche Museen. Alle städtischen Veranstaltungen, darunter Ausstellungen und Ausstellungseröffnungen, öffentliche Musikveranstaltungen der Musikschule, das Kindertheater im Schmiedeamtshaus, der Bücherflohmarkt in der Bücherei, die Sportlerehrung, die Eröffnung des Sportplatzes Walkenfeld und die Sitzungen der Quartiersarbeit werden ebenso abgesagt. Auch der Abendmarkt am 18. März wird nicht stattfinden, da die Veranstaltung zum längeren Verweilen auf dem Marktplatz einladen sollte und auch einen unterhaltenden Charakter hat. Der Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag findet weiterhin statt, da er hauptsächlich der Versorgung dient.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, den Kontakt mit der Stadtverwaltung möglichst telefonisch und per E-Mail zu suchen, wenn ein persönlicher Kontakt nicht absolut erforderlich ist (Beispiel: Abholen von Personalausweisen). Die Kontaktdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf der Homepage der Stadtverwaltung www.lemgo.de unter dem Punkt „Bürgerservice“ weitestgehend  zu finden ansonsten ist die Zentrale über 05261-2130 zu erreichen. Am Samstag, 14. März, ist in der Zeit von 9 bis 15 Uhr das „Bürgertelefon im Krisenfall“ unter der Telefonnummer 213-444 besetzt. Fragen zur Kindergartenunterbringung beantwortet das Jugendamt unter 213-270 und 213-468 ebenfalls am Samstag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr.

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann: „Bei diesen Maßnahmen geht es mir nicht nur um den Schutz meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern insbesondere auch um die Vermeidung von Ansteckungen in Wartebereichen und Räumlichkeiten. Es ist notwendig, potenzielle Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen. Hier stimme ich mit unserer Bundesregierung überein.“

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann: „Diese Maßnahmen verlangen jedem von uns viel ab. Aber ich hoffe, dass die Lemgoerinnen und Lemgoer auch unserer Meinung sind, dass wir jetzt alles tun müssen, um unsere Familien und Freunde vor einer Infektion und ihren Auswirkungen zu schützen.“

Bild- und Textquelle: Stadt Lemgo