Weidmüller präsentiert „SofA“ – eine Arbeitskultur der Zukunft

Die Auszubildenden und Wolfgang Gwiasda (vorne, 2.v.r.) der zweiten Gruppe waren sichtlich erleichtert nach ihrer Präsentation

Ein simpler und genialer Weg, selbstorganisiert arbeitende Auszubildende zu entwickeln, geht in die zweite Runde

Detmold. Das Detmolder Elektrotechnikunternehmen Weidmüller startete Anfang Oktober das zweiwöchige zukunftsorientierte Aus- & Weiterbildungsprogramm „SofA“ für seine Auszubildenden des 1. Lehrjahres an seinem Hauptsitz in der Klingenbergstraße in Detmold. Die Abkürzung „SofA“ steht für „Selbstorganisation für Auszubildende“ und beschreibt ein Ausbildungskonzept, mit dem die Auszubildenden selbstständig lernen, organisiert und ergebnisorientiert zu arbeiten. „Durch die schnell fortschreitende Digitalisierung und den damit einhergehenden beruflichen Anforderungen von vielen Firmen nimmt der Erwerb von fachübergreifenden Kompetenzen einen hohen Stellenwert ein. Informationen und Wissen stehen über das Internet schnell und inflationär zur Verfügung, die Kommunikationsart und -weise hat sich mit digitalen Medien stark verändert“, erklärt Wolfgang Gwiasda, Initiator des Sofa-Projekts bei Weidmüller.

Die Auszubildenden lernten in Gruppengrößen von 12 bis 16 Teilnehmern eine Arbeitskultur kennen, in der berufs- & fachübergreifende Kompetenzen geweckt, trainiert und gestärkt wurden. Dazu gehörten unter anderem wesentliche Sozial- und Selbstkompetenzen, aber auch Kommunikations- und Methodenkompetenzen waren Teil des Programms. Praxisorientierte Übungen, eigenständige Gruppenarbeit und Präsentationstechniken nahmen eine wesentliche Rolle ein, um die Selbstsicherheit der Neuankömmlinge zu stärken.

„Weidmüller fordert und fördert durch das „SofA“-Projekt berufsübergreifend die Kompetenzen der Auszubildenden ab dem 1. Tag und verknüpft diese mit den realen Anforderungen des Unternehmens“, erklärt Gwiasda. Das Ziel ist es, möglichst schnell selbstorganisierte, selbstagierende und intrinsisch motivierte Auszubildende zu entwickeln. „Natürlich gab es hierbei klare Rahmenbedingungen und Strukturen als Basis für gute Ergebnisse“, so Gwiasda. Der große Unterschied zu herkömmlichen Schulungsweisen besteht darin, dass bei dem „SofA“-Konzept Aufgaben nicht verteilt, sondern die Auszubildenden klare Ziele haben, aus denen die Aufgaben resultieren. Ausgerichtet an den klaren Zielen und Anforderungen erfolgte von den Azubis zum Abschluss am Ende der zweiten Projektwoche eine anschauliche Hauptpräsentation mit einem Medienmix aus Flipchart und PowerPoint. Eine besondere Rolle nahm dabei Maja Schmidt ein, eine Auszubildende zur Industriekauffrau bei Weidmüller, die als Moderatorin ihr erlerntes Wissen gleich umsetzen konnte und das Publikum in eindrucksvoller Art und Weise von Anfang bis Ende der Präsentation begleitete. Im Publikum der Abschlusspräsentation befand sich unter anderem Finanzvorstand André Sombecki und Dr. Eberhard Niggemann, Leiter der Akademie, die gespannt dem Vortrag der Azubis lauschten. Und auch Gwiasda lobte seine Lehrlinge: „Das „SofA“-Projekt war ein voller Erfolg. Es wurde dadurch noch einmal deutlich, dass unser Unternehmen auch dieses Jahr wieder mit super Azubis bereichert ist.“

Drei Fragen an Maja Schmidt, Teilnehmerin und Moderatorin beim „SofA“-Projekt

Wie hat Ihnen das Projekt aus Sicht als Auszubildende gefallen?

Das „SofA“-Projekt hat mir super gut gefallen. Es waren zwei Wochen des intensiven Trainings und Erarbeitung neuer Methoden. Besonders der enge Austausch mit dem Trainer und den anderen Azubis war wertvoll. Bei der abschließenden Präsentation vor dem Vorstand konnten wir das Gelernte auch gleich anwenden. Hier hat uns insbesondere die Teilnahme von Herrn Sombecki und Herrn Dr. Niggemann gefreut und zeigt die Bedeutung des Projekts bei Weidmüller. Wann hat man sonst schon die Möglichkeit, nach zwei Monaten im Unternehmen etwas dem Vorstand zu präsentieren.

Gibt es etwas welches Sie langfristig aus dem Projekt mitnehmen?

Ja, das gibt es. Ich bin noch selbstsicherer geworden und habe neue Arten des Präsentierens kennen gelernt. Grade dieser Aspekt kommt in der Schule oft noch zu kurz. Gleichzeitig haben wir gelernt, als Team zu arbeiten und Aufgaben zu verteilen. Das sind Kenntnisse, die wir durch das Training verinnerlicht haben und in unserer weiteren Ausbildung nicht mehr ablegen.

Was war Ihr Highlight?

Wir alle wurden bei den anfänglichen Präsentationen und der Abschlusspräsentation gefilmt, um einen Vorher-Nachher-Effekt zu erleben. Diese sichtbare Entwicklung anschließend zu sehen war absolut beeindruckend. Jeder von uns hat eine Verbesserung wahrgenommen, das war wirklich ein Wow-Effekt.

Bild- und Textquelle: Weidmüller Gruppe

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