Dienstrad statt Dienstwagen

Die Mobilitätsexperten Paul Hagemeister, Dr. Sören Kramer, Johannes Auge, Achim Oberwöhrmeier, Andreas Tappe und Andreas Uhlitz teilten ihr Wissen und stellten sich den Fragen der Teilnehmer (v.l.n.r). IHK Geschäftsführer Andreas Henkel (1.v.re. unten) sowie IHK-Verkehrsreferenten Jenny Krumov und Peter Grote (1.v.li oben) zeigten sich ob der lebhaften Debatte äußerst zufrieden mit der Veranstaltung.

Betriebliches Mobilitätsmanagement

Detmold. Im Kampf um gutes Personal greifen Chefs und Personalabteilungen zu vielfältigen Mitteln. E-Bike-Leasing kann die Attraktivität des Unternehmens für Fachkräfte steigern und Mitarbeiter binden. Auch in Lippe findet die steuervergünstigte Anschaffung von Elektrorädern großen Anklang. Die Veranstaltung „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) befasste sich mit diesen und weiteren Fragen rund um Mobilitätsangebote für Mitarbeiter. 30 Vertreter aus Unternehmen und Verwaltung tauschten sich dazu aus.

„Bei der Firma Weidmüller besitzen deutschlandweit zehn Prozent der Arbeitnehmer ein Elektrorad“, ließ Andreas Uhlitz, Leiter für Grundsatzfragen im Personalbereich, verlauten. Aus Händlersicht wurde ergänzt, dass ca. 200 lippische Unternehmen das E-Bike-Leasing für Beschäftigte anbieten. Diese Zahlen machen deutlich: Das Thema Elektromobilität kommt auf dem Rücken des E-Bikes nach Lippe. Beim Leasing eines Elektrorads sind allerdings einige Details zu beachten, denn Mitarbeiter bezahlen die Leasingrate per Gehaltsumwandlung. Außerdem wird bei einer Übernahme des Rads nach Beendigung des Leasingvertrags von der Finanzverwaltung ein Restwert angesetzt. Wird das Rad vom Arbeitnehmer zu einem niedrigeren Preis übernommen, muss die Differenz als geldwerter Vorteil versteuert werden. Dies mindert die mögliche Ersparnis gegenüber einem privaten Kauf. Dennoch lohnt sich in der Regel das E-Bike-Leasing für alle Beteiligten.

Neben dem geförderten E-Bike-Leasing für Mitarbeiter können Fahrgemeinschaften oder (E-)-Firmenwagen Arbeitnehmer kosten- und ressourcenschonend vom Wohn- zum Arbeitsort bringen. Andreas Tappe, Fuhrparkmanager bei Phoenix Contact, schätzt, dass „die hauseigene Fahrzeugflotte mittelfristig einen E-Anteil von 20 % haben wird.“ Aktuell sind 95 Prozent Dieselfahrzeuge im Bestand. Die entsprechende Ladeinfrastruktur wird von Unternehmensseite derzeit kostenlos bereitgestellt. Zwölf Ladesäulen für PKWs alleine am Hauptstandort sollen den Mitarbeitern eine reibungslose An- und Abreise ermöglichen. Wenn in Zukunft mehr E-Autos und -Fahrräder auf lippischen Straßen verkehren, muss die Ladeinfrastruktur deutlich gesteigert werden. Diese Erkenntnis teilen Verkehrsunternehmen, Verwaltung und Betriebe.

Die IHKs in NRW bieten den Zertifikatslehrgang „Betrieblicher Mobilitätsmanager“ derzeit kostenfrei an. Für Interessierte gibt es noch wenige freie Plätze. Für weitere Informationen steht Jenny Krumov von der IHK Lippe zur Verfügung. Tel. 05231 7601-70 oder E-Mail krumov@detmold.ihk.de.

Bild- und Textquelle: IHK Lippe

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