Untersuchung bestätigt „Alte Apfelsorten haben einen sehr hohen Polyphenolgehalt“

Grafik BUND Lemgo – Bei den Analyseangaben in mg/l und mg/kg beträgt der Unterschied weniger als 1 % und daher sind sie vergleichbar

Lemgo. Wenn Einkäufer der Supermärkte Äpfel bei den Obstbauern einkaufen, machen sie Vorgaben von denen sie annehmen, dass sie für ihre Kunden wichtig sind. Makellose Äpfel, hochgebaut und gleichgeformt, möglichst rot und süß. Ist der Rotanteil z.B. zu gering, gehts ab zu den Mostäpfeln. Völlig uninteressant für die Einkäufer ist dagegen der Gehalt an Polyphenolen. Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die beim Apfel insbesondere in der Schale und direkt darunter zu finden sind. Viele Polyphenole gelten als gesundheitsfördernd.

Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Ein hoher Gehalt an Polyphenolen trägt auch dazu bei, dass Apfelallergiker diese Sorten meist problemlos vertragen können. Eine Studie des Allergiezentrum der Berliner Charité in Kooperation mit dem Lemgoer Gruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat ergeben, dass durch regelmäßigen Konsum der verträglichen Apfelsorten sogar die Heuschnupfenprobleme vermindert werden können. Einige Betroffene kommen nun sogar völlig ohne Medikamente aus. Von daher hat man beim BUND Lemgo begonnen nach und nach den Gehalt der alten Apfelsorten aus den eigenen Streuobstwiesen untersuchen zu lassen.

Dank Spenden konnten in diesem Jahr 6 weitere Apfelsorten analysiert werden. Vergleicht man sie mit den Werten von Supermarktäpfel, so hat z.B. die Renette aus Damason einen 8fach höheren Wert als der Supermarktapfel Gala. Alle Ergebnisse zu den bisherigen Analysen gibt es auf der Internetseite des BUND Lemgo unter https://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html.

Bild- und Textquelle: BUND Lemgo