Landrat Lehmann: Kreissenioreneinrichtungen wirtschaftlich auf Kurs und mit strategischer Neuausrichtung

(v.li): Dorothea Ruhe (KSE Lippe) mit Bewohnerin Juliana Holst, Landrat Dr. Axel Lehmann und Dr. Johannes Hütte (Geschäftsführer Klinikum Lippe.

Das Sanierungskonzept für die Kreissenioreneinrichtungen (KSE) zeigt erste Erfolge, dies konnte Landrat Dr. Axel Lehmann nun im Rahmen eines Pressegesprächs in der Blomberger Einrichtung am Hohenrenner Weg verkünden. Im Herbst 2015, kurz vor Lehmanns Amtsantritt, drohte der KSE die Insolvenz. „Es freut mich persönlich sehr, dass es uns gelungen ist, die KSE Lippe aus den roten Zahlen zu bekommen und so die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern, für deren täglichen Einsatz ich mich ausdrücklich bedanken möchte.“  

 

Ziel des Sanierungskonzeptes war eine Spezialisierung der Häuser, um sich besser an die vielschichtigen Anforderungen in der Pflege anzupassen und somit die Senioreneinrichtungen des Kreises konkurrenzfähiger zu machen. Dorothea Ruhe, Prokuristin der KSE Lippe GmbH, hatte hierzu außerdem alle vorhandenen Verträge und Kooperationen auf den Prüfstand gestellt und die Verfahren im Rahmen des internen Risikomanagements neu gestaltet, um so eine bessere Übersicht über Kostenentwicklungen zu erhalten. „Unser Ziel war es, schnellstmöglich eine schwarze Null zu erreichen. Es ist schön, dass so der Fortbestand der Kreissenioreneirichtungen gesichert werden konnte. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen, die diesen Prozess aktiv mitgetragen haben“, so Ruhe.

 

„Mit der Neuausrichtung der Kreissenioreneinrichtungen wollen wir zukunftsfähig werden. Aber mein Wunsch ist es aber darüber hinaus auch, jenseits der reinen Daseinsfürsorge mit unseren Schwerpunkten in den Häusern dazu beizutragen, dass Menschen in Lippe in jedem Alter genau die Pflege bekommen, die sie brauchen“, erklärt Lehmann.

 

Die KSE Lippe hat im Rahmen des Sanierungskonzepts bereits eine strategische Neuausrichtung gewagt und in Detmold und Blomberg Schwerpunkte gesetzt. In Blomberg besteht nun im „Haus Abendfrieden“ ein spezieller Wohnbereich, in dem Menschen mit mittel- bis schwergradiger Demenz betreut und gepflegt werden.

 

In Detmold gibt es bereits einen Bereich mit 36 Plätzen für jüngere pflegebedürftige Menschen, die dort ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können. Dazu gehören dem Alter entsprechende Angebote sowie eine aktive, fordernde Tagesgestaltung. Aufgrund einer vermehrten Nachfrage soll der Bereich „Junge Pflege“ im kommenden Jahr weiter verstärkt werden. Für die dafür notwendigen Umbaumaßnahmen hat der Kreis Lippe im Haushaltsplan für das Jahr 2018 eine Summe von 115.000Euro eingeplant.

Bild- und Textquelle: Kreis Lippe

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