Kurkuma und Ingwer helfen gegen Durchfall

Kinderärztin und Ayurveda-Expertin Dr. Jasmin Blumenberg zeigt spezielle Massagegriffe für Baby und Kleinkinder.

Ayurveda-Abend in der Johanniter-Kita „Burg Adebar“ in Elbrinxen

Elbrinxen. Lippische Eltern treffen auf traditionelle indische Heilkunst: In der Johanniter-Kita „Burg Adebar“ in Elbrinxen stand der letzte Elternabend in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Ayurveda für Kinder“. „Wir haben Glück mit Dr. Jasmin Blumenberg eine Mutter bei uns in der Kita zu haben, die Ayurveda unterrichtet und uns diese Lehre mit vielen praktischen Beispielen näher bringen konnte“, freut sich Kita-Leiterin Elke Neubacher. Das exotische Thema lockte selbst aus dem Nachbar-Kindergarten in Falkenhagen neugierige Eltern nach Elbrinxen.

 

„Die ayurvedische Kinderheilkunde gibt viele Empfehlungen, um das körperliche und psychische Wohlbefinden von Kindern zu steigern und deren geistige Entwicklung zu fördern“, erläutert Dr. Jasmin Blumenberg, die Ärztin für Kinderheilkunde und zertifizierte Ernährungsmedizinerin ist. Neben der klassischen Schulmedizin faszinierte sie früh die indische Heilkunst. Heute ist sie unter anderem Dozentin an der Ayurveda Akademie und Vizepräsidentin der deutschen Gesellschaft für Ayurveda e.V. Sie erläutert beim Elternabend, wie Kinder mit natürlichen Mittel geholfen werden kann, ohne gleich zu Pillen und Medikamente greifen zu müssen. „Die ayurvedische Pflanzenheilkunde kann bei vielen Erkrankungen wie grippalen Infekten, Hautproblem oder Verstopfung eingesetzt werden. Bei Durchfall hilft zum Beispiel der Einsatz von Kurkuma und Ingwer“, erläutert die Ärztin.

 

Ein weiterer Baustein der indischen Heilkunst sind spezielle Massagengriffe, die den fünf ayurvedischen Elementen zugeordnet sind. „Bei Unruhe des Kindes hilft zum Beispiel ein Griff, der dem Element Erde zugeordnet ist“, demonstriert Blumenberg den Teilnehmern an einer Babypuppe. Nicht zuletzt war die Ernährung im Kindesalter ein wichtiges Thema, bei dem viele Eltern interessiert nachfragten, schließlich ist Ernährung in vielen Familienhaushalten ein Dauerthema. „Ich habe zum Beispiel gelernt, dass ein Löffel Apfelmus vor der Hauptmahlzeit die Verdauung des Kindes anregen kann. Das werde ich zu Hause in jedem Fall ausprobieren“, sagt Johanniterin Elke Neubacher, die Mutter eines Sohnes ist.

Bild- und Textquelle:  Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

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